Was hinter Wildpalms steckt

Wer den Roman “The Wild Palms” von William Faulkner kennt, fragt sich womöglich gebannt, was sich hinter den Türen der gleichnamigen Galerie auf der Gerresheimer Straße befindet. Denn dieses literarische Werk aus dem Jahr 1939 ist eine Art strukturelles Experiment, das zwei eigenständige Geschichten auf ungewöhnliche Weise miteinander verbindet. Mag die Kopplung zunächst willkürlich wirken, so offenbaren sich sukzessiv thematische Kontraste und Kontinuitäten. Ein vereinter Gegensatz ist beispielsweise die Beziehung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft; genauer gesagt, dem Konflikt zwischen persönlicher Freiheit und humanistischer Moral. Es geht also um Rebellion und darum, konventionellen Mustern zu entkommen sowie – natürlich – den Blickwinkel zu wechseln.

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